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Entschenkopf Tour mit Überschreitung auf dem Grad

Zwei Tage vor dem letzten September-Wochenende hatten wir spontan den Entschluss gefasst, dass herrliche Wetter, für eine vermutlich letzte Bergtour in diesem Jahr zu nutzen. Kurzerhand den Wetterbericht für das kommende Wochenende gecheckt und uns wurde strahlender Sonnenschein versprochen. Somit wurde das Web nach einer passenden Tour durchsucht. Relativ schnell bin ich fündig geworden und die Wahl viel diesmal auf das Zielgebiet "Allgäu". Von uns nur ca 3-3,5 Stunden Fahrt entfernt, war die Anreise somit nicht übermässig lange und passte somit perfekt in das Zeitfenster, dass wir zur Verfügung hatten. Die ausgewählt Tour fanden wir bei Outdoor Active. In diesem System greift man auf eine wahre Fundgrube für Top-Touren zu. Zudem kenne ich das Gebiet etwas, da der Start vom Transalpin-Run 2017 gleich neben an in Fischen war.

 

Ingrid musste Freitag Abend noch arbeiten und kam somit erst ca. 22 Uhr wieder zuhause an. Somit konnten wir frühestens Samstag losfahren. Freitag wurde das gesamte Equipment aus dem Dachboden (Zelt, Isomatte, Schlafsack etc.) zusammengetragen und lag für die Abfahrt Samstag früh 5:30 Uhr bereit. Fünf Uhr klingelte am Samstag Morgen unser Wecker und voller Vorfreude ging es ab ins Auto. Der Morgen begrüßte uns mit kühlem Wetter und Nebel.

Kein Glück mit dem Frühstück

Frühstück war früh beim McDonalds angedacht. Ca. 15 Minuten vor 6:00 Uhr fuhren wir auf den Parkplatz vom McDonalds an der Autobahnraststätte Werneck vor. Alles dunkel und zu. Toll! Die machen erst um 6:00 Uhr auf. Später als 9:00 Uhr wollten wir nicht am Startort ankommen. Somit sind wir direkt weitergefahren und sagten uns, dann halt der nächste McDonalds wo kommt. Es kam erstmal lange lange nichts auf der Autobahn Richtung Allgäu (A7). Endlich kam einer. Also sind wir auf die Raststätte gefahren und wurden wieder enttäuscht. Dieser macht erst um 9:00 Uhr auf. Also wieder weiter. Der Magen knurrte langsam schon. Wir hatten schon den Verdacht, dass es mit dem Frühstück wohl erst viel später etwas werden würde. Nach einer Weile kam wieder ein McDonalds auf einer Raststätte. Erneut fuhren wir ab und dieser hatte offen. Toll wir freuten uns. Also an eine doch sehr lange Schlange angestellt. So nach gefühlten 10 Minuten in der Warteschlange viel uns auf, dass die gar kein Frühstück anbieten! Wer will um 8:00 Uhr einen Burgen??? Wieder nix. Jetzt waren wir schon so angenervt, dass wir einen Frustkauf an der Tankstelle machten. Ingrid bestellte ein Brötchen mit Tomate-Mozarella mit Kaffee und ich eine Apfeltasche mit Kaba. Wie sollte es an diesem Tag bei unserer Glückssträhne in Bezug auf Frühstücken auch anderst sein? Richtig! Der Mozarella sah aus wie von vor zwei Tagen, völlig angelaufen und mein Kaba schmeckte mehr nach Wasser als alles andere. Frustriert ging die Fahrt weiter. Wir hatten einfach kein Glück.

Kurz vor Kempten wieder ein McDonalds Schild. Die drei Kilometer nehmen wir kurz auf uns und fahren auf gut Glück da hin. Juhu! Offen und Frühstück. Also jeder einen McMuffin Bacon&Egg bestellt und wir waren glücklich. Jetzt kann es gestärkt weiter gehen.

Start der Tour

Startort der Tour ist am Wanderparkplatz von Reichenbach. Wir haben im NAVI die Geo-Koordinaten eingegeben und sind tatsächlich punktgenau am Startpunkt gelandet. Es waren schon einige Fahrzeuge auf dem Parkplatz. Bei der Wettervorhersage auch kein Wunder. Wir waren nicht die einzigsten mit dieser Idee. Bis alles erledigt war (Parkticket, Rucksäcke raus etc) waren auch einige andere Wanderer fertig und wohl oder übel ging es somit als ganzer Haufen aufwärts. Entsprechend machte ich etwas Tempo und wir ließen die anderen Wanderer Stück für Stück im Nebel hinter uns verschwinden. Beobachter hätten denken können, wir wandern nicht sondern hetzen den Berg hoch. Das hohe Tempo hinterließ trotz noch kühler Temperatur viel Schweiß auf der Stirn und die Kleidung wurde auch langsam nass.

Geo-Koordinaten vom Wanderparkplatz: 47.442222 N 10.296301 E

Die Strecke in Bildern

Wenige Meter nach dem Wanderparkplatz gibt es schon einen ersten Hotspot. Ein schöner kleiner Wasserfall. Leider sind meine Aufnahmen mit Langzeitbelichtung nichts geworden. Die Bilder waren unscharf. Ich hatte den Kugelkopf vom Stativ vergessen und keine wirklich gut geeignete Stelle gefunden, so dass die Kamera mehrere Sekunden ruhig gelegen wäre.

Nach einiger Zeit fühlt man sich wie in einer Klamm und später gibt es noch kleinere Wasserfälle.

Nachdem man die Gaisalpe passiert hat geht es endlich in das Gelände. (nur zum Empfehlen! Wir sind dort nach der Tour am Nachmittag eingekehrt. Lecker frische Milch und Kaiserschmarrn)

Nachdem wir die Nebeldecke nach einem längeren Anstieg durchschritten hatten. Waren wir über den Wolken ;-) Traumhafte Sonne und gigantischer Weitblick. Diese Tour können wir euch sehr empfehlen. Auf dem Abstieg entdeckten wir endlich auch mal Fliegenpilze.

Die Tour zum nachmachen gibt es hier

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