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Unfreiwillige Laufpause von Marco

Kennt ihr das? Wir Läufer fühlen uns doch stets unbesiegbar und unverletzlich. So ging es mir jedenfalls die letzten Jahre. 2013 habe ich mit dem Laufen begonnen und mich immer nur gewundert, dass hier und da Laufkollegen ausfallen und sich das ewig hinzieht. Nie wäre ich auf die Idee gekommen, dass es mich auch mal erwischen könnte. Bis dato hatte ich keinerlei Probleme und Schmerzen vergehen im Lauf.

 

Nun sollte auch ich eines besseren belehrt werden. Ja es gibt Schmerzen bei denen man nicht weiterlaufen kann! Auch wenn man es noch so möchte und immer wieder versucht. Diese Erkenntnis war neu für mich. Meine innere Haltung sträubte sich wehemend gegen einen solchen Zustand. Immer wieder versuchte ich erneut gegen den Schmerz anzulaufen. Aber er war einfach stärker!

Ich musste klein bei geben und bin zum ersten mal zum Arzt wegen einer Sportverletzung. Meine Saison hatte sehr gut angefangen. Erfolgreiches Finish im Januar beim Taunus Ultra über 75km. Toller Lauf unter Tage in Merkers (Marathon). Viele viele Trainingskilometer gesammelt. Es gab keinerlei Anzeichen für einen Ausfall.

Und doch kam er plötzlich und mit voller härte. Mitten im Training musste ich wegen Schmerzen aufgeben. Am nächsten Tag versuchte ich es noch einmal, ob wieder alles gut ist. Nach 200m war Schluss. Nach drei Tagen Pause (die ersten 3 Tage Pause überhaupt) war wieder nach 200m Schluss. Selbst beim normalen Gehen hatte ich im rechten Mittelfuß außen einen höllischen Schmerzpunkt.

Mein erster Arzttermin mit Ultraschall brachte keinerlei Ergebnis. Zwei Wochen später war das MRT und eine Woche später der zweite Arztbesuch zur Auswertung des MRT´s. Nach Ultraschall würde er sagen Ermüdungsbruch aber das MRT zeigt keinerlei Auffälligkeiten somit muss von einer Sehnenansatzentzündung ausgegangen werden auch wenn der Arzt meinte, dass es komisch sein vom Schmerzpunkt her, da die Sehen etwas weiter vor dem Schmerzpunkt endet. Aber es war einfach die logischste Erklärung.

Also erneut sechs Wochen Laufverbot. Radfahren solange ich keine Schmerzen habe ist erlaubt. Ich bin ja die letzten Wochen schon Rennrad gefahren und muss sagen, dass ich inzwischen sogar etwas Spaß daran gefunden habe. Normal bin ich rein Läufer! Also wirklich nur Laufen... Aber das Radfahren ist die einzigste Möglichkeit weiter zu trainieren, fit für die Saison zu bleiben und weiter die Ausdauer, Kraft etc. auszubauen. Das gelingt mir denke ich sogar ganz gut. Jedenfalls steigt meine Leistungskurve (Freshness & Fitness) bei Strave schön weiter an.

Inwischen habe ich meinen Startplatz für meinen geliebten Rennsteig Ende Mai verschenkt. Aber realistisch gesehen ist keine Chance. Aktuell heißt es hoffen, dass mein Fuß bei unserem großen Schottlandabenteuer halten wird. Seit einem Jahr ist die Trekking-Tour geplant und es geht über den West Highland Way mit 154km und einigen Höhenmetern entlang. Der Rucksack ist mit knapp 20kg auch nicht der leichteste aber das Foto & Video Equipment hat einfach sein Gewicht.

 

Also drückt mir die Daumen, dass der Fuß alles mit macht und dass meine Teilnahme am Zugspitz-Ultra Mitte Juni wie geplant stattfinden kann. Noch muss ich keine Panik für die Zugspitze schieben... Es ist noch Zeit, dass alles wieder gut wird.

Updtate am 8. Juni 2019

Ich kann es immer noch nicht glauben. Seit nun 12 Wochen kann ich meinen geliebten Laufsport nicht ausführen. Gehen geht inzwischen relativ schmerzfrei aber immer noch nicht wie es sein sollte. Im Bereich Laufen nach wie vor eher nix. Ab und an versuche ich mal mein Glück. Aber oft fangen die Schmerzen bereits nach 200m an, so dass an ein weiterlaufen vor Schmerz nicht zu denken ist. Es gibt aber auch mal Tage, da komme ich 4km weiter oder sogar einmal 7km.

Auch meinen Startplatz für den Zugspitz Ultra Trail 2019 habe ich verschenken müssen. An eine Teilnahme war absolut nicht zu denken. Mir bleibt weiterhin nur Radfahren, auch wenn es für mich nicht wirklich eine Alternative ist. Ich bin einfach ein Läufer. Das spüre ich beim Radfahren sofort. Also drückt mir die Daumen, dass es doch endlich rum geht und ich wieder fröhlich entlang den Trails laufen kann...

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